Seminar: PSA selbst prüfen

Im Handumdrehen zum Sachkundenachweis

Moderne Gerüstsysteme mit voreilendem Geländer sind eine gute Lösung für mehr Sicherheit auf der Baustelle. Doch im Gerüstbau gibt es immer wieder Situationen, in denen das Tragen der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) notwendig ist.

Höhensicherungsgeräte und Auffanggurte stellen dabei für den Gerüstbauer eine Art Lebensversicherung dar. Doch auch Fensterputzer oder Industriekletterer verlassen sich auf diese Hightech-Systeme, um im Fall der Fälle nicht allzu tief zu fallen. Zudem ist es gemäß der Technischen Regel für Arbeitsstätten (ASR A2.1) schon ab einer Absturzhöhe von 2,00 m erforderlich PSAgA zu tragen.
Ein Bereich, der gerade im Gerüstbau rasch erreicht wird.

Wie lange eine PSA gegen Absturz benutzt werden kann, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Wie man Absturzsysteme richtig prüft und gegebenenfalls auch aus dem Verkehr zieht, das weiß Ronny Hoffmann von Honeywell Fall Protection. Der Industriekletterer aus Naumburg an der Saale gibt Sachkundekurse zum Thema und war jetzt zu Gast bei MJ-Gerüst in Plettenberg. Im Schulungs-und Seminarzentrum an der Ziegelstraße fand der dreitägige Kurs statt. Teilnehmer waren die MJ-Außendienstmitarbeiter Stefan Clemens, Benjamin Tug, Chris Meier und Andreas Schwarz.  

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Ronny Hoffmann, Honeywell Fall Protection
Stefan Clemens
Andreas Schwarz
Benjamin Tug
Chris Meier
Praktischer Unterricht

„Man sieht es so einem Schutzsystem nicht immer auf den ersten Blick an, dass es beschädigt sein könnte“, erklärt Ronny Hoffmann, der auch ausgebildeter Höhenretter ist. „Wenn man jedoch weiß, worauf man achten muss, kann man auch kleinste Beschädigungen bemerken.“ Doch auch wenn eine PSA nicht beschädigt ist, muss sie von Zeit zu Zeit gegen eine neue ausgetauscht werden. Erfahrungswerte zeigen, dass Auffanggurte nach 6-8 Jahren hinüber und textile Verbindungsmittel nach 4-6 Jahren ebenfalls ablegereif sind.

In der Theorie erlernten die Kursteilnehmer zum Beispiel welche maximale Lebensdauer für welches System gilt. Denn das variiert je nach Hersteller. In einer theoretischen und einer praktischen Prüfung mussten sie am Ende der drei Tage zeigen, was sie gelernt hatten. Zur Belohnung erhielten sie dafür den „Sachkundenachweis PSAgA nach BGG 906“, der sie nun befähigt, eigeständig diese Schutzssysteme zu prüfen.

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!

Seminar- und Ausstellungszentrum

Für die Erläuterung theoretischer Inhalte und ihre praxisnahe Veranschaulichung, bietet das eigene Seminar- und Ausstellungszentrum in Plettenberg optimale Voraussetzungen. Neben einem modernen, funktionalen Schulungsraum, steht hierfür eine Ausstellungsfläche mit allen MJ-Gerüstsystemen zur Verfügung.

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