Kreativität, Leidenschaft & MJ OPTIMA

Kreativität und Leidenschaft für den Gerüstbauerberuf

Eigentlich ist das Museum für Industriekultur in Nürnberg ein Besuchermagnet. Doch seit Ende 2023 ist hier geschlossen, Baustelle. Veralteter Brandschutz, steigende energetische Anforderungen und ein Haus, das nach Jahrzehnten intensiver Nutzung an vielen Stellen ermüdet war: All das machte eine umfassende Sanierung unausweichlich.

Gerüstbauermeister Thomas Au
Gerüstbauermeister Thomas Au

Für die Stellung der Gerüste war Thomas Au, Gerüstbaumeister aus Nürnberg verantwortlich. Vor kurzem feierte er 40jähriges Jubiläum mit seinem Familienbetrieb, der seit einigen Jahren voll auf das Stielsystem OPTIMA von MJ-Gerüst aus Plettenberg setzt. Vom Rahmen hat man sich bei Au komplett verabschiedet. Und an der komplexen Baustelle am Museum konnte das modulare Gerüstsystem aus Plettenberg gleich mehrere seiner Trümpfe ausspielen!

Verwinkelte Gänge, Ausstellungsräume, die auf mehrere Etagen verteilt sind und ein sehr schmaler Innenhof mit einer wirklich bescheidenen Zuwegung: „Es gibt sicher einfachere Orte, um sein Gerüst aufzubauen, gemeinsam mit dem Auftraggeber haben wir aber für alle Herausforderungen die passende Lösung gefunden. Und dabei sogar noch Zeit und Geld eingespart“, berichtet Tomas Au. „Wir haben hier jede Menge Material im Einsatz. Vom 70er Fassaden-Gerüst mit und ohne Konsole, über 100er Gerüste bis zu Fahrgerüsten – das haben wir hier alles mit unserem OPTIMA realisiert.“

Innenhof des Museums
Der Innenhof des Museums mit seinem großen Satteldach hatte für die Gerüstbauer einige Herausforderungen parat.

Die modulare Bauweise macht’s möglich. Denn allein durch den Austausch der Riegel passt der Gerüstbauer seine Gerüstbreite an alle Anforderungen an.„In den Innenhöfen befinden sich Satteldächer, wo wir eine Lage Gerüst als 70er Bauweise mit Außenkonsolen aufbauen sollten. Das war wegen der großen Glasfronten aber nicht möglich. Wir haben dann auf 100er Breite umgebaut ohne Konsolen, das hatte denselben Effekt, wir mussten weniger Ankerpunkte finden und der Bauherr war glücklich.“

Das Gerüstmaterial hinein in den Innenhof des Industriedenkmals zu transportieren, war ein wahres Kunststück, das allein dank OPTIMA realisiert wurde. „Einzige Zuwegung sind dort sehr schmale Fenster-Öffnungen, durch die wir alle Einzelteile nach außen reichen mussten“, erklärt Au. „Mit Gerüstrahmen wäre das niemals gegangen. Dank der modularen Bauweise konnten wir das gesamte Material aber Stiel für Stiel, Riegel für Riegel durch die Fenster an Ort und Stelle bringen.“

Aussenansicht Industriemuseum Nürnberg
Die Außenfassade des Industriemuseums mit dem Stütztürmen aus MJ COMBI Modulgerüst.

Die historischen Backsteinwände außen am Museum mit ihren großflächigen Fensterfronten mussten ebenfalls nachgebessert werden. Dafür errichtete Au ein 70er Fassadengerüst mit 30er Innenkonsolen. „Die Konsolen waren notwendig, da hier massive Rolltore verbaut sind, deren Tragarme weit herausragen.“ Verankerungen waren aufgrund der Fenster größtenteils nicht möglich und die großflächige Verplanung des Gerüsts bot dem Wind enorme Angriffsflächen. So schlug der Gerüstbauer aus Nürnberg dem Bauherrn vor, zusätzlich Stütztürme aus MJ COMBI Modulgerüst vor dem Gerüst zu platzieren, um die auftretenden Windkräfte ableiten zu können. „Die schnelle Anbindung an OPTIMA ist dank des Modultellers ja kein Problem“, erzählt Thomas Au, der diese bewährte Kombination teils mit, teils ohne Ballastierung schon mehrfach auf seinen Baustellen angewendet hat.

„Wir haben im Rahmen der Ausschreibung für diese Baustelle im Vorfeld fertige Gerüstpläne vom Bauherren erhalten“, so Thomas Au. „Wie so oft bei solchen Plänen sollte man aber eher Skizze oder vielleicht Kalkulationsgedankenanstoß als Überschrift wählen. Denn mit der Praxis haben sie oft nicht viel zu tun und wir als Gerüstbauer sind dann gefragt, schnelle und möglichst kostenneutrale Lösungen zu finden, die wirklich funktionieren.“

Gerüstbauermeister Thomas Au steht am Fenster
Thomas Au steht an einem der schmalen Fenster, durch die das Gerüstmaterial nach draußen gelangte.

Mit seinem OPTIMA-Baukasten in Kombination mit dem Modulgerüst MJ COMBI hat Thomas Au genau die Werkzeuge zur Verfügung, um in solchen Situationen rasch und kreativ zu reagieren, ohne dass die Arbeiten an der Baustelle unnötig ins Stocken geraten. Weitere wichtige Werkzeuge: Erfahrung und Leidenschaft. Thomas Au abschließend: „Ich kann eine Firma nur mit Blick aufs Portemonnaie führen und mich stur an Vorgaben halten, ohne zusätzliche Leistungen, wie aus unserer Sicht notwendige Verbesserungsvorschläge, mit einfließen zu lassen. Wir machen den Job aber aus Leidenschaft, sonst würden wir das auch nicht schon 40 Jahre erfolgreich tun. Und das Schöne ist ja, kreativ sein zu können. Ansonsten wäre ich beim Finanzamt.“

 
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